Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für
Physiotherapeuten (PhysTh-APrV)
PhysTh-APrV
Ausfertigungsdatum: 06.12.1994
Vollzitat:
"Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten vom 6. Dezember 1994 (BGBl.
I S. 3786), die zuletzt durch Artikel 29 des Gesetzes vom 2. Dezember 2007 (BGBl. I S.
2686) geändert worden ist"
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 29 G v. 2.12.2007 I 2686
Fußnote
Textnachweis ab: 21.12.1994
Eingangsformel
Auf Grund des § 13 Abs. 2 und 3 in Verbindung mit § 12 Abs. 1 Satz 8 und 9 des Masseurund
Physiotherapeutengesetzes vom 26. Mai 1994 (BGBl. I S. 1084) verordnet das
Bundesministerium für Gesundheit im Benehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und
Wissenschaft:
Abschnitt 1

Allgemeine Vorschriften
§ 1 Ausbildung
(1) Die dreijährige Ausbildung der Physiotherapeuten umfaßt mindestens den in der
Anlage 1 aufgeführten theoretischen und praktischen Unterricht von 2.900 Stunden und
die aufgeführte praktische Ausbildung von 1.600 Stunden. In den Fällen des § 12 Abs.
2 des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes und für Umschüler nach § 18 Satz 2 des
Gesetzes sind die Stundenzahlen entsprechend zu verringern, wobei sich der Unterricht
auf alle Fächer der Anlage 1 erstrecken muß.
(2) Die nach § 12 Abs. 1 Satz 1 und 2 des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes
verkürzte Ausbildung zum Physiotherapeuten umfaßt mindestens den in der Anlage 2
aufgeführten theoretischen und praktischen Unterricht von 1.400 Stunden und die
aufgeführte praktische Ausbildung von 700 Stunden. Die nach § 12 Abs. 1 Satz 3 des
Gesetzes verkürzte Ausbildung umfaßt mindestens den in der Anlage 3 aufgeführten
theoretischen und praktischen Unterricht von 1.000 Stunden und die aufgeführte
praktische Ausbildung von 400 Stunden. Der theoretische Unterricht kann in dem in
Anlage 2 und 3 vorgeschriebenen Umfang auch in Form von Fernunterricht, der unter der
Verantwortung der Schule steht, durchgeführt werden. Soweit der Fernunterricht von
einem Dritten durchgeführt wird, ist er mit der Schule abzustimmen.
(3) Im Unterricht muß den Schülern ausreichende Möglichkeit gegeben werden, die
erforderlichen praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und einzuüben.
Die praktische Ausbildung findet am Patienten statt.
(4) Die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den Ausbildungsveranstaltungen nach
Absatz 1 oder 2 ist durch eine Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 4 nachzuweisen.
Im Falle des Fernunterrichts nach Absatz 2 Satz 4 ist der Bescheinigung nach Satz 1
eine Bescheinigung des Fernlehrinstituts beizufügen, aus der sich die erfolgreiche
Teilnahme am Fernunterricht ergibt.

§ 2 Staatliche Prüfung
(1) Die staatliche Prüfung für die Ausbildungen nach § 9 und § 12 Abs. 1 des Masseurund
Physiotherapeutengesetzes umfaßt jeweils einen schriftlichen, einen mündlichen und
einen praktischen Teil. Die Prüfung für die Ausbildungen nach § 12 Abs. 1 des Gesetzes
besteht aus einer Ergänzungsprüfung, die in zwei Teilabschnitten abgelegt werden kann.
(2) Der Prüfling legt die Prüfung bei der Schule für Physiotherapeuten (Schule) ab, an
der er die Ausbildung abschließt. Die zuständige Behörde, in deren Bereich die Prüfung
oder ein Teil der Prüfung abgelegt werden soll, kann aus wichtigem Grund Ausnahmen
zulassen. Die Vorsitzenden der beteiligten Prüfungsausschüsse sind vorher zu hören.

§ 3 Prüfungsausschuß
(1) Bei jeder Schule wird ein Prüfungsausschuß gebildet, der aus folgenden Mitgliedern
besteht:
1. einem Medizinalbeamten der zuständigen Behörde oder einem von der zuständigen
Behörde mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe Beauftragten als Vorsitzenden,
2. einem Beauftragten der Schulverwaltung, wenn die Schule nach den Schulgesetzen
eines Landes der staatlichen Aufsicht durch die Schulverwaltung untersteht,
3. folgenden Fachprüfern:
a) mindestens einem Arzt,
b) mindestens einem an der Schule unterrichtenden Physiotherapeuten oder
Krankengymnasten oder einem Diplom-Medizinpädagogen oder Medizinpädagogen mit
einer abgeschlossenen Ausbildung als Physiotherapeut,
c) weiteren an der Schule tätigen Unterrichtskräften entsprechend den zu prüfenden
Fächern;
dem Prüfungsausschuß sollen diejenigen Fachprüfer angehören, die den Prüfling in
dem Prüfungsfach überwiegend ausgebildet haben.
(2) Die zuständige Behörde kann abweichend von Absatz 1 Nr. 1 einen dem
Prüfungsausschuß angehörenden Beauftragten der Schulverwaltung zum Vorsitzenden
bestellen.
(3) Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses hat einen oder mehrere Stellvertreter. Die
zuständige Behörde bestellt den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und nach Anhörung
der Schulleitung die Fachprüfer und deren Stellvertreter für die einzelnen Fächer.
(4) Die zuständige Behörde kann Sachverständige und Beobachter zur Teilnahme an allen
Prüfungsvorgängen entsenden.

§ 4 Zulassung zur Prüfung
(1) Der Vorsitzende entscheidet auf Antrag des Prüflings über die Zulassung zur
Prüfung und setzt die Prüfungstermine im Benehmen mit der Schulleitung fest. Der
Prüfungsbeginn soll nicht früher als zwei Monate vor dem Ende der Ausbildung liegen.
Wird die Prüfung als Ergänzungsprüfung und in Teilabschnitten abgelegt, darf der Termin
für den ersten Abschnitt der Prüfung nicht vor dem Abschluß des theoretischen und
praktischen Unterrichts liegen. Der zweite Abschnitt der Prüfung darf erst nach dem
Abschluß der praktischen Ausbildung durchgeführt werden.
(2) Die Zulassung zur Prüfung wird erteilt, wenn folgende Nachweise vorliegen:
1. der Personalausweis oder Reisepass in amtlich beglaubigter Abschrift,
2. die Bescheinigung nach § 1 Abs. 4 über die Teilnahme an den
Ausbildungsveranstaltungen. Aus der Bescheinigung muß sich für die Prüflinge,
die die Ergänzungsprüfung in Teilabschnitten ablegen wollen, ergeben, daß sie die
nach Absatz 1 Satz 3 und 4 erforderlichen Voraussetzungen für die Teilnahme an dem
jeweiligen Abschnitt erfüllen.
(3) Die Zulassung sowie die Prüfungstermine sollen dem Prüfling spätestens zwei Wochen
vor Prüfungsbeginn schriftlich mitgeteilt werden.
(4) Die besonderen Belange behinderter Prüflinge sind zur Wahrung ihrer
Chancengleichheit bei Durchführung der Prüfungen zu berücksichtigen.

§ 5 Niederschrift
Über die Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, aus der Gegenstand, Ablauf und
Ergebnisse der Prüfung und etwa vorkommende Unregelmäßigkeiten hervorgehen.

§ 6 Benotung
Die schriftlichen Aufsichtsarbeiten sowie die Leistungen in der mündlichen und
praktischen Prüfung werden wie folgt benotet:
- "sehr gut" (1), wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
- "gut" (2), wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht,
- "befriedigend" (3), wenn die Leistung im allgemeinen den Anforderungen entspricht,
- "ausreichend" (4), wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im ganzen den
Anforderungen noch entspricht,
- "mangelhaft" (5), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch
erkennen läßt, daß die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in
absehbarer Zeit behoben werden können,
- "ungenügend" (6), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst
die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, daß die Mängel in absehbarer Zeit nicht
behoben werden können.

§ 7 Bestehen und Wiederholung der Prüfung
(1) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeder der nach § 2 Abs. 1 vorgeschriebenen
Prüfungsteile bestanden ist.
(2) Über die bestandene staatliche Prüfung wird ein Zeugnis nach dem Muster der
Anlage 5 erteilt. Über das Nichtbestehen erhält der Prüfling vom Vorsitzenden des
Prüfungsausschusses eine schriftliche Mitteilung, in der die Prüfungsnoten anzugeben
sind.
(3) Der Prüfling kann jede Aufsichtsarbeit der schriftlichen Prüfung, jedes Fach der
mündlichen Prüfung und jede Fächergruppe der praktischen Prüfung einmal wiederholen,
wenn er die Note "mangelhaft" oder "ungenügend" erhalten hat.
(4) Hat der Prüfling eine Fächergruppe der praktischen Prüfung oder die gesamte
praktische Prüfung zu wiederholen, so darf er zur Prüfung nur zugelassen werden,
wenn er an einer weiteren Ausbildung teilgenommen hat, deren Dauer und Inhalt vom
Vorsitzenden des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Fachprüfern bestimmt werden.
Die weitere Ausbildung darf einschließlich der für die Prüfung erforderlichen Zeit
die Dauer von einem Jahr nicht überschreiten. Ein Nachweis über die Teilnahme an der
weiteren Ausbildung ist dem Antrag des Prüflings auf Zulassung zur Wiederholungsprüfung
beizufügen. Die Wiederholungsprüfung muß spätestens zwölf Monate nach der letzten
Prüfung abgeschlossen sein; Ausnahmen kann die zuständige Behörde in begründeten Fällen
zulassen.

§ 8 Rücktritt von der Prüfung
(1) Tritt ein Prüfling nach seiner Zulassung von der Prüfung zurück, so hat er die
Gründe für seinen Rücktritt unverzüglich dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses
schriftlich mitzuteilen. Genehmigt der Vorsitzende den Rücktritt, so gilt die Prüfung
als nicht unternommen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn wichtige Gründe vorliegen.
Im Falle einer Krankheit kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangt
werden.
(2) Wird die Genehmigung für den Rücktritt nicht erteilt oder unterläßt es der
Prüfling, die Gründe für seinen Rücktritt unverzüglich mitzuteilen, so gilt die Prüfung
als nicht bestanden. § 7 Abs. 3 gilt entsprechend.

§ 9 Versäumnisfolgen
(1) Versäumt ein Prüfling einen Prüfungstermin oder gibt er eine Aufsichtsarbeit nicht
oder nicht rechtzeitig ab oder unterbricht er die Prüfung, so gilt die Prüfung als
nicht bestanden, wenn nicht ein wichtiger Grund vorliegt; § 7 Abs. 3 gilt entsprechend.
Liegt ein wichtiger Grund vor, so gilt die Prüfung als nicht unternommen.
Liegt ein wichtiger Grund vor, so gilt die Prüfung als nicht unternommen.men.ng als nicht unternommen.
(2) Die Entscheidung darüber, ob ein wichtiger Grund vorliegt, trifft der Vorsitzende
des Prüfungsausschusses. § 8 Abs. 1 Satz 1 und 4 gilt entsprechend.

§ 10 Ordnungsverstöße und Täuschungsversuche
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann bei Prüflingen, die die ordnungsgemäße
Durchführung der Prüfung in erheblichem Maße gestört oder sich eines Täuschungsversuchs
schuldig gemacht haben, den betreffenden Teil der Prüfung für "nicht bestanden"
erklären; § 7 Abs. 3 gilt entsprechend. Eine solche Entscheidung ist im Falle
der Störung der Prüfung nur bis zum Abschluß der gesamten Prüfung, im Falle eines
Täuschungsversuchs nur innerhalb von drei Jahren nach Abschluß der Prüfung zulässig.

§ 11 Prüfungsunterlagen
Auf Antrag ist dem Prüfungsteilnehmer nach Abschluß der Prüfung Einsicht in seine
Prüfungsunterlagen zu gewähren. Schriftliche Aufsichtsarbeiten sind drei, Anträge auf
Zulassung zur Prüfung und Prüfungsniederschriften zehn Jahre aufzubewahren.

Abschnitt 2
Prüfungsbestimmungen für die Ausbildung zum
Physiotherapeuten nach § 1 Abs. 1
§ 12 Schriftlicher Teil der Prüfung
(1) Der schriftliche Teil der Prüfung erstreckt sich auf folgende Fächergruppen:
1. Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde; Psychologie/Pädagogik/Soziologie;
2. Angewandte Physik und Biomechanik; Trainingslehre; Bewegungslehre;
3. Prävention und Rehabilitation; Methodische Anwendung der Physiotherapie in den
medizinischen Fachgebieten;
4. Spezielle Krankheitslehre.
Der Prüfling hat in den vier Fächergruppen in jeweils einer Aufsichtsarbeit schriftlich
gestellte Fragen zu beantworten. Die Aufsichtsarbeit in der Fächergruppe 1 dauert 45
Minuten, in der Fächergruppe 2 90 Minuten, in der Fächergruppe 3 180 Minuten und in
der Fächergruppe 4 90 Minuten. Der schriftliche Teil der Prüfung ist an zwei Tagen
durchzuführen. Die Aufsichtsführenden werden von der Schulleitung bestellt.
(2) Die Aufgaben für die Aufsichtsarbeiten werden von dem Vorsitzenden des
Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Schule ausgewählt. Jede Aufsichtsarbeit ist
von mindestens zwei Fachprüfern zu benoten. Aus den Noten der Fachprüfer bildet
der Vorsitzende des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Fachprüfern die Note
für die einzelne Aufsichtsarbeit sowie aus den Noten der vier Aufsichtsarbeiten die
Prüfungsnote für den schriftlichen Teil der Prüfung. Der schriftliche Teil der Prüfung
ist bestanden, wenn jede der vier Aufsichtsarbeiten mindestens mit "ausreichend"
benotet wird.

§ 13 Mündlicher Teil der Prüfung
(1) Der mündliche Teil der Prüfung erstreckt sich auf folgende Fächer:
1. Anatomie,
2. Physiologie,
3. Spezielle Krankheitslehre.
Die Prüflinge werden einzeln oder in Gruppen bis zu fünf geprüft. In den Fächern Nummer
1 und 3 soll der Prüfling nicht länger als dreißig Minuten, in Fach Nummer 2 nicht
länger als fünfzehn Minuten geprüft werden.
(2) Jedes Fach wird von mindestens einem Fachprüfer abgenommen und benotet. Der
Vorsitzende ist berechtigt, sich in allen Fächern an der Prüfung zu beteiligen; er kann
auch selbst prüfen. Aus den Noten der Fachprüfer bildet der Vorsitzende im Benehmen mit
den Fachprüfern die Prüfungsnote für den mündlichen Teil der Prüfung. Der mündliche
Teil der Prüfung ist bestanden, wenn jedes Fach mindestens mit "ausreichend" benotet
wird.
(3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann auf begründeten Antrag die Anwesenheit
von Zuhörern beim mündlichen Teil der Prüfung gestatten.

§ 14 Praktischer Teil der Prüfung
(1) Der praktische Teil der Prüfung erstreckt sich auf folgende Fächergruppen:
1. a) Krankengymnastische Behandlungstechniken: der Prüfling hat mindestens drei
spezifische krankengymnastische Behandlungstechniken am Probanden auszuführen
und zu erklären;
b) Bewegungserziehung: der Prüfling hat eine krankengymnastische Gruppenbehandlung
mit mindestens sechs Teilnehmern diagnosebezogen anzuleiten;
2. a) Massagetherapie: der Prüfling hat aufgrund der Vorgaben des Fachprüfers
mindestens eine Behandlungstechnik am Probanden auszuführen und zu erklären;
b) Elektro-, Licht- und Strahlentherapie: der Prüfling hat aufgrund der Vorgaben
des Fachprüfers mindestens eine Behandlungstechnik am Probanden auszuführen und
zu erklären;
c) Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie: der Prüfling hat aufgrund
der Vorgaben des Fachprüfers mindestens eine Behandlungstechnik am Probanden
auszuführen und zu erklären;
3. Methodische Anwendung der Physiotherapie in den medizinischen Fachgebieten:
der Prüfling hat an einem Patienten aus den medizinischen Fachgebieten
Chirurgie oder Orthopädie sowie an einem Patienten aus den medizinischen
Fachgebieten Innere Medizin, Neurologie, Gynäkologie oder Pädiatrie je eine
Befunderhebung durchzuführen, zu bewerten, zu dokumentieren und den Therapieplan
mit Behandlungsziel und Behandlungsschwerpunkt zu erstellen sowie auf dieser
Grundlage geeignete Behandlungstechniken durchzuführen.
(2) Der praktische Teil der Prüfung wird in jedem einzelnen Fach von zwei Fachprüfern,
darunter mindestens einem Fachprüfer nach § 3 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe b, abgenommen und
benotet. Aus den Noten der Fachprüfer bildet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses
im Benehmen mit den Fachprüfern die Note für die jeweilige Fächergruppe sowie aus den
Noten der drei Fächergruppen die Prüfungsnote für den praktischen Teil der Prüfung.
Der praktische Teil der Prüfung ist bestanden, wenn jede Fächergruppe mindestens mit
"ausreichend" und dabei kein Fach schlechter als "mangelhaft" benotet wird.
(3) Der praktische Teil der Prüfung soll innerhalb von vier Wochen abgeschlossen sein.

Abschnitt 3
Bestimmungen für die Ergänzungsprüfung nach § 1 Abs. 2
Satz 1
§ 15 Schriftlicher Teil der Prüfung
(1) Der schriftliche Teil der Prüfung erstreckt sich auf folgende Fächergruppen:
1. Angewandte Physik und Biomechanik; Trainingslehre; Bewegungslehre;
2. Methodische Anwendung der Physiotherapie in den medizinischen Fachgebieten.
Der Prüfling hat in beiden Fächergruppen in jeweils einer Aufsichtsarbeit schriftlich
gestellte Fragen zu beantworten. Die Aufsichtsarbeit in der Fächergruppe 1 dauert
90 Minuten, in der Fächergruppe 2 180 Minuten. Die Aufsichtführenden werden von der
Schulleitung bestellt.
(2) Legt der Prüfling die Prüfung in Teilabschnitten ab, ist die Aufsichtsarbeit für
die Fächergruppe 1 nach Beendigung des theoretischen und praktischen Unterrichts im
ersten Abschnitt der Prüfung zu schreiben. Die Aufsichtsarbeit für die Fächergruppe
2 ist nach Beendigung der praktischen Ausbildung im zweiten Abschnitt der Prüfung zu
schreiben.
(3) § 12 Abs. 2 gilt entsprechend.

§ 16 Mündlicher Teil der Prüfung
(1) Für Prüflinge, die die staatliche Prüfung nach § 4 Abs. 2 des Masseur- und
Physiotherapeutengesetzes bestanden haben, erstreckt sich der mündliche Teil der
Prüfung auf das Fach Physiologie. Die Prüflinge werden einzeln oder in Gruppen bis zu
fünf geprüft. Die Prüfung soll für den Prüfling nicht länger als zehn Minuten dauern.
(2) Für Prüflinge, die die in § 1 Nr. 1 des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes
genannte Berufsbezeichnung führen dürfen, erstreckt sich der mündliche Teil der Prüfung
auf die Fächer:
1. Anatomie,
2. Physiologie,
3. Spezielle Krankheitslehre.
Die Prüflinge werden einzeln oder in Gruppen bis zu fünf geprüft. In den Fächern Nummer
1 und 3 soll der Prüfling nicht länger als fünfzehn Minuten, im Fach Nummer 2 nicht
länger als zehn Minuten geprüft werden.
(3) Wird die Prüfung in Teilabschnitten abgelegt, findet der mündliche Teil der Prüfung
nach Beendigung des theoretischen und praktischen Unterrichts im ersten Abschnitt der
Prüfung statt.
(4) § 13 Abs. 2 und 3 gilt entsprechend.

§ 17 Praktischer Teil der Prüfung
(1) Der praktische Teil der Prüfung erstreckt sich auf die in § 14 Abs. 1 Nr. 1 und 3
genannten Fächergruppen.
(2) Wird die Prüfung in Teilabschnitten abgelegt, findet der praktische Teil der
Prüfung nach Beendigung der praktischen Ausbildung im zweiten Abschnitt der Prüfung
statt.
(3) § 14 Abs. 2 und 3 gilt entsprechend.

Abschnitt 4
Bestimmungen für die Ergänzungsprüfung nach § 1 Abs. 2
Satz 2
§ 18 Schriftlicher Teil der Prüfung
(1) Der schriftliche Teil der Prüfung erstreckt sich auf das Fach Methodische Anwendung
der Physiotherapie in den medizinischen Fachgebieten. Der Prüfling hat in einer
Aufsichtsarbeit, für die 180 Minuten zur Verfügung stehen, schriftlich gestellte Fragen
zu beantworten. Die Aufsichtsführenden werden von der Schulleitung bestellt.
(2) Wird die Prüfung in Teilabschnitten abgelegt, findet der schriftliche Teil der
Prüfung nach Beendigung der praktischen Ausbildung im zweiten Abschnitt der Prüfung
statt.
(3) § 12 Abs. 2 gilt entsprechend.

§ 19 Mündlicher und praktischer Teil der Prüfung
(1) Für den mündlichen Teil der Prüfung gilt § 16 entsprechend.
(2) Für den praktischen Teil der Prüfung gilt § 17 entsprechend.

Abschnitt 5
Erlaubniserteilung
§ 20 Erlaubnisurkunde
Liegen die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 1 des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes
für die Erteilung der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung nach § 1 Nr. 2 des
Gesetzes vor, so stellt die zuständige Behörde die Erlaubnisurkunde nach dem Muster der
Anlage 6 aus.

§ 21 Sonderregelungen für Inhaber von Ausbildungsnachweisen aus einem
anderen Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraumes
(1) Antragsteller, die eine Erlaubnis nach § 1 Nr. 2 des Masseur- und
Physiotherapeutengesetzes beantragen, können zum Nachweis, daß die Voraussetzungen
nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 dieses Gesetzes vorliegen, eine von der zuständigen Behörde
des Herkunftsmitgliedstaats ausgestellte entsprechende Bescheinigung oder einen von einer solchen Behörde ausgestellten Strafregisterauszug oder, wenn ein solcher nicht beigebracht werden kann, einen gleichwertigen Nachweis vorlegen.
Hat der Antragsteller den Beruf im Herkunftsmitgliedstaat bereits ausgeübt, so kann die für die Erteilung der
Erlaubnis zuständige Behörde bei der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaats
Auskünfte über etwa gegen den Antragsteller verhängte Strafen oder sonstige berufsoder
strafrechtliche Maßnahmen wegen schwerwiegenden standeswidrigen Verhaltens
oder strafbarer Handlungen, die die Ausübung des Berufs betreffen, einholen. Hat die
für die Erteilung der Erlaubnis zuständige Behörde in den Fällen des Satzes 1 oder
2 von Tatbeständen Kenntnis, die außerhalb des Geltungsbereichs des Masseur- und
Physiotherapeutengesetzes eingetreten sind und im Hinblick auf die Voraussetzungen des
§ 2 Abs. 1 Nr. 2 dieses Gesetzes von Bedeutung sein können, so hat sie die zuständige
Stelle des Herkunftsmitgliedstaats zu unterrichten und sie zu bitten, diese Tatbestände
zu überprüfen und ihr das Ergebnis und die Folgerungen, die sie hinsichtlich der von
ihr ausgestellten Bescheinigungen und Nachweise daraus zieht, mitzuteilen. Die in
den Sätzen 1 bis 3 genannten Bescheinigungen und Mitteilungen sind vertraulich zu
behandeln. Sie dürfen der Beurteilung nur zugrunde gelegt werden, wenn bei der Vorlage
die Ausstellung nicht mehr als drei Monate zurückliegt.
(2) Antragsteller, die eine Erlaubnis nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 des Masseur- und
Physiotherapeutengesetzes beantragen, können zum Nachweis, dass die Voraussetzungen
nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 dieses Gesetzes vorliegen, einen entsprechenden Nachweis ihres
Herkunftsmitgliedstaats vorlegen. Wird im Herkunftsmitgliedstaat ein solcher Nachweis
nicht verlangt, ist eine von einer zuständigen Behörde dieses Staates ausgestellte
Bescheinigung anzuerkennen, aus der sich ergibt, dass die Voraussetzungen des § 2 Abs.
1 Nr. 3 des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes erfüllt sind. Absatz 1 Satz 4 und 5
gilt entsprechend.
(3) Antragsteller, die über einen Ausbildungsnachweis im Beruf des Physiotherapeuten
verfügen, der in einem anderen Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraumes
erworben worden ist, führen nach der Anerkennung ihrer Berufsqualifikation die
Berufsbezeichnung „Physiotherapeutin“ oder „Physiotherapeut“.
(4) Die zuständige Behörde bestätigt dem Antragsteller binnen eines Monats nach
Eingang des Antrags den Antragseingang und den Empfang der Unterlagen und teilt ihm
mit, welche Unterlagen fehlen. Sie hat über den Antrag kurzfristig, spätestens vier
Monate nach Vorlage der Nachweise über das Vorliegen der Voraussetzungen dieses
Gesetzes zu entscheiden. Werden von der zuständigen Stelle des Herkunftsmitgliedstaats
die in Absatz 1 Satz 1 genannten Bescheinigungen nicht ausgestellt oder die nach
Absatz 1 Satz 2 oder Satz 3 nachgefragten Mitteilungen innerhalb von zwei Monaten
nicht gemacht, kann der Antragsteller sie durch Vorlage einer Bescheinigung über
die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung gegenüber der zuständigen Behörde des
Herkunftsmitgliedstaats ersetzen.
(5) Die zuständige Behörde hat den Dienstleistungserbringer bei der erstmaligen
Anzeige einer Dienstleistungserbringung im Sinne des § 13a des Masseur- und
Physiotherapeutengesetzes binnen eines Monats nach Eingang der Meldung und der
Begleitdokumente über das Ergebnis ihrer Nachprüfung zu unterrichten. Ist eine
Nachprüfung innerhalb dieser Frist in besonderen Ausnahmefällen nicht möglich,
unterrichtet die zuständige Behörde den Dienstleistungserbringer innerhalb eines Monats
über die Gründe für diese Verzögerung und über den Zeitplan für ihre Entscheidung, die
vor Ablauf des zweiten Monats ab Eingang der vollständigen Unterlagen ergehen muss.
Erhält der Dienstleistungserbringer innerhalb der in den Sätzen 1 und 2 genannten
Fristen keine Rückmeldung der zuständigen Behörde, darf die Dienstleistung erbracht
werden.

Abschnitt 6
Schlußvorschriften
§ 22 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt, soweit
sich nicht aus § 16 Abs. 2 des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes etwas anderes
ergibt, die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Krankengymnasten vom 7. Dezember 1960
(BGBl. I S. 885), zuletzt geändert durch Anlage I Kapitel X Sachgebiet D Abschnitt
II Nr. 15 des Einigungsvertrages vom 31. August 1990 in Verbindung mit Artikel 1 des
Gesetzes vom 23. September 1990 (BGBl. 1990 II S. 885, 1080), außer Kraft.

Schlußformel
Der Bundesrat hat zugestimmt.

Anlage 1 (zu § 1 Abs. 1)
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1994, 3791 - 3796
A Theoretischer und praktischer Unterricht für
Physiotherapeuten
Stunden
1 Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde 40
1.1 Berufskunde und Ethik, Geschichte des Berufs
1.2 Das Gesundheitswesen in der Bundesrepublik Deutschland
und internationale Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
einschließlich der Gesundheitsprogramme internationaler
Organisationen wie insbesondere Weltgesundheitsorganisation
und Europarat
1.3 Aktuelle berufs- und gesundheitspolitische Fragen
1.4 Masseur- und Physiotherapeutengesetz; gesetzliche Regelungen
für die sonstigen Berufe des Gesundheitswesens und ihre
Abgrenzung zueinander
1.5 Arbeits- und berufsrechtliche Regelungen, soweit sie für die
Berufsausübung von Bedeutung sind
1.6 Unfallverhütung, Mutterschutz, Arbeitsschutz, Jugendhilfe,
Jugendschutz
1.7 Einführung in das Krankenhaus-, Seuchen-, Strahlenschutz-,
Arznei- und Betäubungsmittelrecht
1.8 Strafrechtliche, bürgerlich-rechtliche und öffentlichrechtliche
Vorschriften, die bei der Berufsausübung von
Bedeutung sind; Rechtsstellung des Patienten oder seiner
Sorgeberechtigten
1.9 Sozialpolitik einschließlich Einführung in die Systeme
der sozialen Sicherung (Sozialversicherung, Sozialhilfe,
Sozialstaatsangebote in der praktischen Realisierung)
1.10 Die Grundlagen der staatlichen Ordnung in der Bundesrepublik
Deutschland
2 Anatomie 240
2.1 Allgemeine Anatomie
2.1.1 Begriffsbestimmung und anatomische Nomenklatur
2.1.2 Achsen, Ebenen, Orientierungssystem
2.1.3 Allgemeine Zytologie
2.1.4 Allgemeine Histologie
2.1.5 Aufbau des Skelettsystems und allgemeine Gelenklehre
2.2 Funktionelle Anatomie des Bewegungssystems
2.2.1 Allgemeine funktionelle Aspekte der Bewegungsorgane
2.2.2 Palpation der Bewegungsorgane
2.2.3 Spezielle funktionelle Aspekte des Schultergürtels und der
oberen Extremitäten
2.2.4 Spezielle funktionelle Aspekte des Beckens und der unteren
Extremitäten
2.2.5 Spezielle funktionelle Aspekte der Wirbelsäule und des Kopfes
2.3 Anatomie der inneren Organe
2.3.1 Überblick über die inneren Organe
2.3.2 Herz-Kreislaufsystem
2.3.3 Respirationssystem
2.3.4 Blut- und Abwehrsystem
2.3.5 Verdauungssystem
2.3.6 Urogenitalsystem
2.3.7 Endokrines System
2.4 Anatomie des Nervensystems und der Sinnesorgane
2.4.1 Einführung in das Nervensystem
2.4.2 Makroskopische Anatomie des Nervensystems
2.4.3 Zentrales Nervensystem
2.4.4 Peripheres Nervensystem
2.4.5 Vegetatives Nervensystem
2.4.6 Funktionelle Anatomie des Nervensystems
2.4.7 Anatomie der Sinnesorgane und der Haut
3 Physiologie 140
3.1 Grundlagen der Zellphysiologie
3.2 Nerven- und Sinnesphysiologie
3.2.1 Zentrales Nervensystem
3.2.2 Vegetatives Nervensystem
3.2.3 Motorische Systeme
3.2.4 Allgemeine Sinnesphysiologie
3.2.5 Somatoviszerales sensorisches System
3.2.6 Gleichgewichtssystem
3.2.7 Nozizeption und Schmerz
3.3 Muskelphysiologie
3.3.1 Skelettmuskulatur
3.3.2 Molekularer Mechanismus der Kontraktion
3.3.3 Regulation der Muskelkontraktion
3.3.4 Muskelmechanik
3.3.5 Muskelenergetik
3.3.6 Glatte Muskulatur
3.4 Herz-, Blut- und Gefäßphysiologie
3.4.1 Herzerregung, -mechanik, Energetik der Herzaktion
3.4.2 Funktionen, Volumen und Zusammensetzung des Blutes
3.4.3 Physiologische Mechanismen der Infekt- und Immunabwehr
3.4.4 Arterielles, venöses und lymphatisches System
3.4.5 Regulation des Gesamtkreislaufs
3.4.6 Lungenkreislauf und Pfortaderkreislauf
3.5 Physiologie des Respirationssystems
3.5.1 Ventilation und Atmungsmechanik
3.5.2 Pulmonaler Gasaustausch
3.5.3 Atemgastransport
3.5.4 Gewebeatmung
3.6 Physiologie des Verdauungs-, Urogenital-, Stoffwechsel- und
endokrinen Systems
3.7 Zusammenwirken der Systeme
4 Allgemeine Krankheitslehre 30
4.1 Pathologie der Zelle
4.2 Krankheit und Krankheitsursachen
4.3 Krankheitsverlauf und -symptome
4.4 Entzündungen und Ödeme
4.5 Degenerative Veränderungen
4.6 Wachstum und seine Störungen, gutartige und bösartige
Neubildungen
4.7 Störungen der immunologischen Reaktionen
4.8 Örtliche und allgemeine Kreislaufstörungen, Blutungen
4.9 Störungen des Gasaustausches und der Sauerstoffversorgung
5 Spezielle Krankheitslehre 360
5.1 Innere Medizin
5.2 Orthopädie/Traumatologie
5.3 Chirurgie/Traumatologie
5.4 Neurologie
5.5 Psychiatrie
5.6 Gynäkologie und Geburtshilfe
5.7 Pädiatrie
5.8 Dermatologie
5.9 Geriatrie
5.10 Rheumatologie
5.11 Arbeitsmedizin
5.12 Sportmedizin
6 Hygiene 30
6.1 Allgemeine Hygiene und Umweltschutz
6.2 Persönliche Hygiene
6.3 Bakteriologie, Virologie und Parasitologie
6.4 Verhütung und Bekämpfung von Infektionen
6.5 Desinfektion, Sterilisation
6.6 Wasserhygiene
7 Erste Hilfe und Verbandtechnik 30
7.1 Allgemeines Verhalten bei Notfällen
7.2 Erstversorgung von Verletzten
7.3 Blutstillung und Wundversorgung
7.4 Maßnahmen bei Schockzuständen und Wiederbelebung
7.5 Versorgung von Knochenbrüchen
7.6 Transport von Verletzten
7.7 Verhalten bei Arbeitsunfällen
7.8 Verbandtechniken
8 Angewandte Physik und Biomechanik 40
8.1 Physikalische, mechanische und mathematische Grundlagen
8.2 Gleichgewichtssatz der Mechanik und Prinzip der
Gelenkkraftberechnung
8.3 Kinematik der Gelenke des menschlichen Körpers
8.4 Statische und dynamische Bestimmung der Gelenkkraft
8.5 Biomechanik von Muskeln, Sehnen und Knochen
8.6 Biomechanik und Ergonomie
9 Sprache und Schrifttum 20
9.1 Vortrag und Diskussion, Einführung in wissenschaftliches
Arbeiten, Dokumentation
9.2 Mündliche und schriftliche Berichterstattung
9.3 Benutzung und Auswertung deutscher und fremdsprachlicher
Fachliteratur
9.4 Einführung in fachbezogene Terminologie
10 Psychologie/Pädagogik/Soziologie 60
10.1 Psychologie
10.1.1 Der Mensch in seiner psychosomatischen Einheit
10.1.2 Der Therapeut im Prozeß der Patientenführung, Einführung in
die Persönlichkeitspsychologie
10.1.3 Psychologische Probleme spezieller Patientengruppen,
insbesondere akut Erkrankter, chronisch Kranker, Kranker
mit infauster Prognose, Kinder, psychische Besonderheiten
Alterskranker und Behinderter
10.1.4 Einführung in die Gruppendynamik im Therapieprozeß
10.1.5 Gesprächsführung, Supervision
10.2 Pädagogik
10.2.1 Grundlagen der Pädagogik
10.2.2 Einführung in die Sonderpädagogik
10.3 Soziologie
10.3.1 Grundlagen der Soziologie
10.3.2 Soziales Umfeld - Krankheitserleben
10.3.3 Soziale Stellung - Einfluß auf die Krankheitsentwicklung und
-bewältigung
11 Prävention und Rehabilitation 20
11.1 Grundlagen und Stellung der Prävention
11.2 Gesundheitsgerechtes Verhalten und Gesundheitsförderung
11.3 Grundlagen der Rehabilitation
11.4 Einrichtungen der Rehabilitation und ihre Fachkräfte
11.5 Medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation
11.6 Rehabilitationsplanung und -durchführung im
interdisziplinären Team
12 Trainingslehre 40
12.1 Grundlagen der Trainingslehre
12.2 Beanspruchungsformen des Trainings
12.3 Aufbau und Prinzipien des Trainings
12.4 Transfer der allgemeinen Trainingslehre in die Prävention und
medizinische Rehabilitation
12.5 Psychologische Aspekte des Trainings
13 Bewegungslehre 60
13.1 Grundlagen der Bewegungslehre
13.2 Bewegungs- und Haltungsanalysen
13.3 Prinzipien der Bewegung
13.4 Sensomotorische Entwicklung
13.5 Bewegungen als sensomotorischer Lernprozeß
14 Bewegungserziehung 120
14.1 Grundformen der Bewegung mit und ohne Gerät
14.2 Bewegungserziehung im Rahmen der Krankengymnastik
14.3 Bewegungserfahrung in bezug auf Raum, Zeit und Dynamik
14.4 Rhythmisch musikalische Aspekte in der Bewegungserziehung
14.5 Psychomotorische Übungskonzepte
14.6 Kombinationen von Grundformen der Bewegungserziehung aus
Krankengymnastik, Gymnastik, Sport und Psychomotorik
14.7 Methodik und Didaktik von Einzel- und Gruppenbehandlung
14.8 Behindertensport
15 Physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken 100
15.1 Grundlagen der Befunderhebung
15.2 Inspektion
15.3 Funktionsprüfung
15.4 Palpation
15.5 Meßverfahren
15.6 Reflexverhalten
15.7 Wahrnehmung akustischer Auffälligkeiten
15.8 Systematik der Befunderhebung
15.9 Dokumentation
15.10 Synthese der Befunderhebung
15.11 Erstellung des Behandlungsplanes
16 Krankengymnastische Behandlungstechniken 500
16.1 Grundlagen krankengymnastischer Techniken
16.2 Atemtherapie
16.3 Entspannungstechniken
16.4 Krankengymnastische Behandlung im Schlingengerät
16.5 Krankengymnastische Behandlung im Bewegungsbad
16.6 Gangschulung
16.7 Manuelle Therapie
16.8 Funktionsanalyse
16.9 Medizinische Trainingstherapie
16.10 Neurophysiologische Behandlungsverfahren
16.10.1 Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation
16.10.2 Behandlung nach Bobath
16.10.3 Behandlung nach Vojta
16.10.4 Sonstige Verfahren
16.11 Psychomotorik
16.12 Sonstige Behandlungstechniken
17 Massagetherapie 150
17.1 Grundlagen der Massage
17.2 Techniken und Wirkungen der Massage
17.3 Klassische Massage
17.4 Bindegewebsmassage
17.5 Sonderformen
17.6 Indikationen nach Krankheitsbildern, Kontraindikationen
18 Elektro-, Licht-, Strahlentherapie 60
18.1 Einführung in die Elektrotherapie, physikalische Grundlagen
18.2 Einführung in die Elektrodiagnostik
18.3 Elektrotherapie mit nieder-, mittel- und hochfrequenten
Stromformen, Ultraschallbehandlung
18.4 Grundlagen der Lichttherapie
18.5 Grundlagen der Strahlentherapie
19 Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie 60
19.1 Grundlagen und Anwendungen in der Hydro- und Balneotherapie
19.2 Grundlagen und Anwendungen in der Thermotherapie
19.3 Grundlagen und Anwendungen in der Inhalationstherapie
20 Methodische Anwendung der Physiotherapie in den medizinischen
Fachgebieten 700
20.1 Innere Medizin
20.2 Chirurgie/Traumatologie
20.3 Orthopädie/Traumatologie
20.4 Gynäkologie und Geburtshilfe
20.5 Neurologie/Neurochirurgie
20.6 Psychiatrie
20.7 Pädiatrie
20.8 Geriatrie
20.9 Rheumatologie
20.10 Arbeitsmedizin
20.11 Sportmedizin
20.12 Sonstige
Zur Verteilung auf die Fächer 1 bis 20 100
Stunden insgesamt 2.900
B Praktische Ausbildung für Physiotherapeuten
Stunden
Praktische Ausbildung in
1. Krankenhäusern oder anderen geeigneten medizinischen
Einrichtungen in den medizinischen Fachgebieten:
1.1 Chirurgie 240
1.2 Innere Medizin 240
1.3 Orthopädie 240
1.4 Neurologie 240
1.5 Pädiatrie 160
1.6 Psychiatrie 80
1.7 Gynäkologie 80
Zur Verteilung auf die Fachgebiete 1.1 bis 1.7 240
2. sonstigen Einrichtungen, Exkursionen 80
Stunden insgesamt 1.600

Anlage 2 (zu § 1 Abs. 2 Satz 1)
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1994, 3797 - 3799
A Theoretischer und praktischer Unterricht für
Physiotherapeuten
Stundenzahl
1 Physiologie 50
1.1 Grundlagen der Zellphysiologie
1.2 Nerven- und Sinnesphysiologie
1.2.1 Zentrales Nervensystem
1.2.2 Vegetatives Nervensystem
1.2.3 Motorische Systeme
1.2.4 Allgemeine Sinnesphysiologie
1.2.5 Somatoviszerales sensorisches System
1.2.6 Gleichgewichtssystem
1.2.7 Nozizeption und Schmerz
1.3 Muskelphysiologie
1.3.1 Skelettmuskulatur
1.3.2 Molekularer Mechanismus der Kontraktion
1.3.3 Regulation der Muskelkontraktion
1.3.4 Muskelmechanik
1.3.5 Muskelenergetik
1.3.6 Glatte Muskulatur
Von den vorgesehenen 50 Stunden können bis zu 40 Stunden
theoretischer Unterricht als Fernunterricht erteilt werden.
2 Angewandte Physik und Biomechanik 20
2.1 Physikalische, mechanische und mathematische
Grundlagen
2.2 Gleichgewichtssatz der Mechanik und Prinzip der
Gelenkkraftberechnung
2.3 Kinematik der Gelenke des menschlichen Körpers
2.4 Statische und dynamische Bestimmung der Gelenkkraft
2.5 Biomechanik von Muskeln, Sehnen und Knochen
2.6 Biomechanik und Ergonomie
Von den vorgesehenen 20 Stunden können bis zu 10 Stunden
theoretischer Unterricht als Fernunterricht erteilt werden.
3 Trainingslehre 40
3.1 Grundlagen der Trainingslehre
3.2 Beanspruchungsformen des Trainings
3.3 Aufbau und Prinzipien des Trainings
3.4 Transfer der allgemeinen Trainingslehre in die
Prävention und medizinische Rehabilitation
3.5 Psychologische Aspekte des Trainings
Von den vorgesehenen 40 Stunden können bis zu 20 Stunden
theoretischer Unterricht als Fernunterricht erteilt werden.
4 Bewegungslehre 60
4.1 Grundlagen der Bewegungslehre
4.2 Bewegungs- und Haltungsanalysen
4.3 Prinzipien der Bewegung
4.4 Sensomotorische Entwicklung
4.5 Bewegung als sensomotorischer Lernprozeß
Von den vorgesehenen 60 Stunden können bis zu 40 Stunden
theoretischer Unterricht als Fernunterricht erteilt werden.
5 Bewegungserziehung 50
5.1 Bewegungserziehung im Rahmen der Krankengymnastik
5.2 Rhythmisch musikalische Aspekte in der
Bewegungserziehung
5.3 Psychomotorische Übungskonzepte
5.4 Kombination von Grundformen der Bewegungserziehung
aus Krankengymnastik und Psychomotorik
5.5 Behindertensport
5.6 Methodik und Didaktik von Einzel- und
Gruppenbehandlung
Von den vorgesehenen 50 Stunden können bis zu 10 Stunden
theoretischer Unterricht als Fernunterricht erteilt werden.
6 Physiotherapeutische Befundaufnahme und
Untersuchungstechniken
70
6.1 Grundlagen der Befunderhebung
6.2 Inspektion
6.3 Funktionsprüfungen
6.4 Palpation
6.5 Meßverfahren
6.6 Reflexverhalten
6.7 Wahrnehmung akustischer Auffälligkeiten
6.8 Systematik der Befunderhebung
6.9 Dokumentation
6.10 Synthese der Befunderhebung
6.11 Erstellung des Behandlungsplanes
Von den vorgesehenen 70 Stunden können mit Ausnahme der Punkte 6.2
bis 6.4, 6.7 und 6.8 bis zu 10 Stunden theoretischer Unterricht
als Fernunterricht erteilt werden.
7 Krankengymnastische Behandlungstechniken 500
7.1 Grundlagen krankengymnastischer Techniken
7.2 Atemtherapie
7.3 Entspannungstechniken
7.4 Krankengymnastische Behandlung im Schlingengerät
7.5 Krankengymnastische Behandlung im Bewegungsbad
7.6 Gangschulung
7.7 Manuelle Therapie
7.8 Funktionsanalyse
7.9 Medizinische Trainingstherapie
7.10 Neurophysiologische Behandlungsverfahren
7.10.1 Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation
7.10.2 Behandlung nach Bobath
7.10.3 Behandlung nach Vojta
7.10.4 Sonstige Verfahren
7.11 Psychomotorik
7.12 Sonstige Behandlungstechniken
Von den vorgesehenen 500 Stunden können mit Ausnahme der Punkte
7.3 bis 7.6 bis zu 50 Stunden theoretischer Unterricht als
Fernunterricht erteilt werden.
8 Methodische Anwendung der Physiotherapie in den
medizinischen Fachgebieten
500
8.1 Innere Medizin
8.2 Chirurgie/Traumatologie
8.3 Orthopädie/Traumatologie
8.4 Gynäkologie und Geburtshilfe
8.5 Neurologie/Neurochirurgie
8.6 Psychiatrie
8.7 Pädiatrie
8.8 Geriatrie
8.9 Rheumatologie
8.10 Arbeitsmedizin
8.11 Sportmedizin
8.12 Sonstige
Von den vorgesehenen 500 Stunden können bis zu 180 Stunden
theoretischer Unterricht als Fernunterricht erteilt werden.
Zur freien Verfügung 110
Für Masseure und medizinische Bademeister mit einer Ausbildung
nach dem Gesetz über die Ausübung der Berufe des Masseurs, des
Masseurs und medizinischen Bademeisters und des Krankengymnasten
sind diese Stunden zur Vorbereitung der Ergänzungsprüfung in den
Fächern Anatomie und Spezielle Krankheitslehre vorzusehen.
Stunden insgesamt 1.400
B Praktische Ausbildung für Physiotherapeuten
Stunden
Praktische Ausbildung in
1. Krankenhäusern oder anderen geeigneten medizinischen
Einrichtungen in den medizinischen Fachgebieten:
1.1 Chirurgie 160
1.2 Innere Medizin 160
1.3 Orthopädie 160
1.4 Neurologie 80
1.5 Pädiatrie 80
1.6 Psychiatrie 20
1.7 Gynäkologie 20
2. sonstigen Einrichtungen 20
Stunden insgesamt 700

Anlage 3 (zu § 1 Abs. 2 Satz 2)
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1994, 3800 - 3801
Stunden
A Theoretischer und praktischer Unterricht für
Physiotherapeuten 50
1 Physiotherapeutische Befundaufnahme und
Untersuchungstechniken
1.1 Grundlagen der Befunderhebung
1.2 Inspektion
1.3 Funktionsprüfung
1.4 Palpation
1.5 Meßverfahren
1.6 Reflexverhalten
1.7 Wahrnehmung akustischer Auffälligkeiten
1.8 Systematik der Befunderhebung
1. 9 Dokumentation
1.10 Synthese der Befunderhebung
1.11 Erstellung des Behandlungsplanes
Von den vorgesehenen 50 Stunden können mit Ausnahme der Punkte 1.2
bis 1.4, 1.7 und 1.8 bis zu 10 Stunden theoretischer Unterricht als
Fernunterricht erteilt werden.
2 Krankengymnastische Behandlungstechniken 400
2.1 Grundlagen krankengymnastischer Techniken (30)
2.2 Atemtherapie (30)
2.3 Entspannungstechniken (10)
2.4 Krankengymnastische Behandlung im Bewegungsbad (10)
2.5 Krankengymnastische Behandlung im Schlingengerät (10)
2.6 Gangschulung (10)
2.7 Manuelle Therapie (60)
2.8 Funktionsanalyse (20)
2.9 Medizinische Trainingstherapie (10)
2.10 Neurophysiologische Behandlungsverfahren
2.10.1 Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (80)
2.10.2 Behandlung nach Bobath (40)
2.10.3 Behandlung nach Vojta (40)
2.10.4 Sonstige Verfahren (10)
2.11 Psychomotorik (20)
2.12 Sonstige Behandlungstechniken (20)
Von den vorgesehenen 400 Stunden können mit Ausnahme der Punkte 2.3
bis 2.6 bis zu 50 Stunden theoretischer Unterricht als Fernunterricht
erteilt werden.
3 Methodische Anwendung der Physiotherapie in den
medizinischen Fachgebieten einschließlich Spezielle
Krankheitslehre 500
3.1 Innere Medizin (80)
3.2 Chirurgie/Traumatologie (60)
3.3 Orthopädie/Traumatologie (60)
3.4 Gynäkologie und Geburtshilfe (30)
3.5 Neurologie/Neurochirurgie (70)
3.6 Psychiatrie (30)
3.7 Pädiatrie (70)
3.8 Geriatrie (20)
3. 9 Rheumatologie (10)
3.10 Arbeitsmedizin (10)
3.11 Sportmedizin (20)
3.12 Sonstige (40)
Von den vorgesehenen 500 Stunden können bis zu 200 Stunden theoretischer
Unterricht als Fernunterricht erteilt werden.
Zur freien Verfügung 50
Für Masseure und medizinische Bademeister mit einer Ausbildung nach
dem Gesetz über die Ausübung der Berufe des Masseurs, des Masseurs
und medizinischen Bademeisters und des Krankengymnasten sind diese
Stunden zur Vorbereitung der Ergänzungsprüfung in den Fächern Anatomie,
Physiologie und Bewegungserziehung vorzusehen.
Stunden insgesamt 1.000
B Praktische Ausbildung für Physiotherapeuten
Stunden
Praktische Ausbildung in Krankenhäusern oder anderen geeigneten
medizinischen Einrichtungen in den medizinischen Fachgebieten:
1 Chirurgie 80
2 Innere Medizin 80
3 Orthopädie 80
4 Neurologie/Psychiatrie 80
5 Pädiatrie 60
6 Gynäkologie 20
Stunden insgesamt 400